2022 ... Auf zu neuen Ufern und.........?

Montag, 17. Juni 2019

Shetland oder Orkney

Was ist schöner?
In Reiseprospekten würden überall Fotos glänzen in bestem Licht und sicher bei Sonnenschein. Was gefällt uns besser? Oder welche Leute passen zu diesen Inseln?

Shetland ist karger, kaum Bäume aber gerade deswegen sieht man die vielen Schafe besser. Shetland hat die Ponis welche überall bekannt sind. Shetland wirkt eher bräuner, wenn man von weitem her blickt und hat kaum Landwirtschaftsgebiet. Shetland ist mit den vielen Inseln viel grösser.
Die Orkneyinseln bestechen mit vielen grün dunkel bis hell und grossen Landwirtschaftsflächen. Schafe hat es auch, aber Weiden sie in viel höherem Gras. Die Orkneyinseln sind kleiner und haben viele verschiedene Destillerien wie: Whiskey, Gin, Rum und Bier. Wer zu den Orkneyinseln fahren möchte, der sollte bereits bei der Buchung (falls dies gewünscht ist), einen Mietwagen mitbuchen, denn wir hatten heute das Glück, dass bei der ca. 5. Autovermietung noch ein Auto für zwei Tage mietbar war. (ausgebucht bis Ende July hiess es oft)

Bei beiden Inseln ist der Tourismus aktiv. Bei den Shetlandinseln haben wir dies nicht so gesehen, da grösser. Der Autovermieter in Lerwick meinte auch, dass das Geschäft besser sei, als auch schon. Shetland hätte mehr Werbung am Fernsehen gemacht.
Was zählt: freundliche Menschen trifft man auf den beiden Inseln. 

Wir haben leider nicht so das Glück mit dem Wetter. Hier auf den Orkneyinseln pisst es immer mal wieder deftig hinunter. Velofahren haben wir somit gestrichen.
Eine Whiskydestillerie haben wir gestern besucht und eine Tour gebucht inkl. Degustation, heute haben wir noch Rum getestet. (da freut sich Toni, denn er schreibt immer ob der Kapitän 👨‍✈️ genug Rum und Zwieback für die Crew an Bord hat 👍🏻). Einen schönen Reisekatalog können wir nicht verfassen, aber bald werde ich Fotos einstellen.

Die Zeit hier geht bald zu Ende und die nächste Überfahrt steht bevor. Wann? Das verraten wir noch nicht.





Sonntag, 16. Juni 2019

Rätsel und auf Wiedersehen Shetland Inseln

Eine Kochfrage:
Wie lange benötigt man, um in einer Pfanne 2 Spiegeleier mit Speck und in einer anderen Pfanne 1 3-Minuten Ei zu kochen?

10 Minuten, 40 Minuten, 90 Minuten, 20 Minuten, 80 Minuten

Die Antwort wird am Schluss dieses Eintrages stehen.

In Lerwick war für den 14. Juni ein Kreuzfahrtschiff angemeldet und daher mussten noch zwei Boote den Platz verlassen am Abend davor. Ansonsten war es am Donnerstag sehr still im Hafen. Am Freitag änderte sich das blitzartig.
Die Tenderboote fuhren die ca. 2100 Leute, welche auf der Brilliance of the Sea unterwegs sind, an Land und dies bereits kurz nach 8:00 Uhr. Busse für die gebuchten Ausflüge standen an Land. Die Gassen von Lerwick waren auch gefüllt mit Touris vom grossen Schiff.
Im Hafen selber verliessen auch immer wieder Segler die beiden Häfen, so auch das Schweizer 55 Fuss Boot mit den Westschweizern, welche direkt Kurs auf Alesund Norwegen nahmen.
Die Sonne schien und auch wir haben unsere Abreise geplant, welche im späteren Nachmittag sein soll. Unser Kurs geht zu den Orkney Inseln und der Hafen Kirkwall. Eine ca. 125 Seemeilen dauernde Fahrt zu Beginn soll der Wind gegen uns blasen und danach soll es ein Halbwindkurs geben.
Wir verlassen Lerwick in Ölzeug, da kurz davor das Wetter änderte und leichter Regen einsetzte.

Wie geplant war es zu Beginn gegen an, aber dies machten wir mit Motor. Es war zu unangenehm draussen bei trübem und nassem Wetter zu sitzen. Das Kreuzfahrtschiff folgte uns in gleicher Richtung und war bald im Nebeldunst verschwunden. Als wir die Segel setzen konnten, kamen wir gut und schnell vorwärts. Alles schien perfekt, ausser dass es uns nicht perfekt ging. Dies ist längst vergessen und wir sind wieder wohl auf ;-) !

Haben wir gut gerechnet, sind wir zur rechten Zeit am rechten Ort, damit wir nicht gerade gegen die Strömung fahren müssen? Dies war immer und immer wieder die Frage. Wir sind nun da, wo man rechnen muss: Tide, Strömung.
Wie Paul mal so sagte, jeder kann sich mal verrechnen. Man lernt dies sehr schnell. Unsere Rechnerei war nicht schlecht, aber hätte besser sein können. Am Schluss hatten wir ca. 1.5-2 Knoten gegen uns und dies haben wir nicht berücksichtigt, Peter meinte von Beginn weg: lieber nicht in zu eine starke Strömung und am Schluss noch etwas gegen die Strömung Motoren. Wir werden dies noch verbessern müssen.

Was auch nicht zu unseren Gunsten war, war das Wetter. Welch ein schöner Sonnenaufgang, super Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein. Kaum hatten wir den Leuchtturm gerundet, Kurs in Richtung Kirkwall da kam eine trübe Front und schon steckten wir in dichtem Nebel. Die Sicht war bei ca. 50 m und dies auf den letzten 15 Seemeilen bis kurz vor dem Hafen.
Die Orkney Inseln sollen schön zum Velofahren sein, mal schauen wie das Wetter mitmacht.

Nun noch zu unserem Rätsel. Die Antwort lautet: 80 Minuten und mein 3-Minuten Ei war noch nicht ganz durch.

Wie kommt das?
Seit langem gab es wieder mal etwas mit Ei zum Frühstück, was sich dann bald als Nachmittagsessen entpuppte.
In der einen Pfanne Peters Speck in der anderen Wasser für mein Ei. Das Wasser wollte kaum kochen und da gab ich mein Ei mal ins Wasser. Der Speck sah auch eher gesotten, als gebraten aus. Tja, da schaue ich  mal die Gasflammen an, welche nur noch ganz klein zündeten. Da ist sicher die Gasflasche leer, aber haben wir doch nicht so viel Gas gebraucht oder sollen wir in Zukunft kein Brot, Bürli, Cake oder Hefezöpfe mehr machen?
Peter wechselt die Gasflasche, meldet aber, dass es beim Schütteln noch etwas drin haben soll und er diese nur mal schräg gestellt habe. Keine Änderung also trotzdem Flasche wechseln. Neue Flasche und ….. das selbe Spiel.
Wo ist da der Sündenbock vergraben? Peter fingerlt etwas am orangen Drehschalter herum und während dem, kam mehr Gas. Tja, es war wirklich der Drehschalter. Die Schraube war nicht mehr so fest angeschraubt gewesen. Also erneut Flasche tauschen und weiter kochen.
Der Speck wurde dann gebraten und die 2 Spiegeleier kamen noch dazu und mein Ei im Wasser liess ich dann nur 2 Minuten im sprudelnden Wasser und dachte bereits das gibt sicher eine feste Mischung. Dem war nicht so, aber essbar.
Hauptsache ist: wir haben noch Gas und wissen, was wir prüfen müssen! Schon wieder etwas gelernt.

Nun gibt es selbstgemachte Fischsuppe hier an Bord.



Mittwoch, 12. Juni 2019

Windig und wellig

Im Hafen Lerwick

Seit gestern ist es ruhig im Hafen, jedoch dennoch unruhig hier zu liegen. Ruhig ist es, da seit vorgestern kaum ein Boot im Hafen angelegt hat. Wieso denn? Es liegt sicher am Wetter. Niemand geht und niemand kommt.
Gestern und heute haben alle Boote die Leinen verstärkt, die Fender noch besser verteilt etc.. Einige Boote schwanken da sehr stark herum, da wäre ein Schlafplatz in einem Hotel angenehmer. Hier bei uns ist es halb so wild. Leichtes Schwanken spüren wir und man hört den Wind draussen pfeifen.

Wir haben unsere Abfahrt auch auf übermorgen verlegt. Morgen soll es weiter stürmisch-böig-regnerisch sein.

Die Waschmaschine hat gewaschen und mit dem Auto waren wir auf der Insel unterwegs. Schafe, Schafe sieht man sehr viele hier. 


Dienstag, 11. Juni 2019

AIS, Techniker an Bord

Das rechte graue Raymarine Gerät (AIS Transciever) hat versagt. Jetzt sieht man ein leicht grünliches Licht leuchten, dies wechselte jedoch die Farbe und hatte ein unregelmässiges leuchten.

Alles offen und vorbereitet für den Techniker
 
Stromkabel messen

Instrumente von Neuzeit bis ins Altertum

Funk wird gemessen

mit der Raymarine CD wird nach Fehlern gesucht

zusammen geht es besser

das neue Gerät ist bereits montiert

da ist es! Unser neuer AIS Transponder

Restliche Verkabelung

    …. nochmals alles im Test, noch ein grünes Häkchen fehlt und als dies grün wurde, kam sofort das Mail von Marine Traffic, dass wir in Lerwick angekommen sind.


Fotos Haugesund - Shetlandinseln

Wir verlassen Norwegen und fahren an unserem Leuchtturm vom Vortag vorbei

Das Gewitter verzieht sich südwärts, wurden nass bei den Vorbereitungen bevor wir ablegten. Blitz und Donner über Haugesund.

Auf der Amelia war es wirklich warm und sonnig geworden

Die Wolken werden trüber, das Wasser grell im Licht

Die vorhergesagten Gewitter kommen doch früher als erwartet


Auf dem Plotter zeigt der Radar die Gewitterfronten so an. Amelia liegt in der Mitte des Kreises. Es wird nicht mehr lange dauern …...



und es pisst in Strömen

Dies ist bereits die zweite Front, welche sich immer neu aufgebaut hat und uns länger nicht verlassen wollte


jetzt sollte es besser werden, vor uns ist nichts mehr in Sichtweite

es pisst aber immer noch

Dann wird das Wetter wieder gut und wir können die norwegische Gastlandflagge mit der von den Shetlandinseln austauschen





Strahlender Sonnenschein, aber kühl ist es


Der neue Steuermann zwitschert heiter und fröhlich im Cockpit herum. Die Crew folgt dieser Schwalbe denke ich nicht so gut. Mehrmals flog diese Schwalbe aufs Steuer und zwitscherte umher.

Land in Sicht

Einfahrt nach Lerwick





 
Einen Apero wir uns verdient

Fotos 1. lange Überfahrt Thyboron/Kopervik, Haugesund

Thyboron und Tschüss

Unser Routenplan am Plotter

Das schwarze Boot sind wir kurz vor dem nächsten Wegpunkt

Weggefährte und Begleiter, die Delphine

Hunger war da gross geschrieben

 In der Anfahrt von Kopervik nach Haugesund strahlte ein Leuchtturm in der morgendlichen Sonne

Nach dem Tanken suchten wir einen guten Platz für Amelia

Auch von der Brücke aus, kein schlechtes Bild

Marilin Monroe posierte auch am Quai

angepflanzte Boote an einer Hauswand

Haugesund für Boote mit keinem oder niedrigem Mast, denn die Brücke dort ist nur ca. 13 m hoch

War das lustig, da kam eine deutsche Flagge im Wasser daher, kein Besitzer welcher diese vermisste. Das Boot hinter uns, hatte weder einen Namen noch eine Flagge. Darauf zwei in Bergen lebende Engländer, da fragte ich diese, ob sie die Flagge verloren haben ;-))) ? Der langhärige nahm schnurstracks den Bootshaken und ging dieser Flagge nach  und fischte sie heraus. Das Boot hat sein Kollege in Oslo als Occasion gekauft und eben noch keine Flagge drauf. Wir lachten nur so darüber, das Flaggenholz war sehr edel gefertigt und hätte das Boot ziemlich aufgewertet.

Haugesund Abendspazierrunde


Tags darauf war es nieselregnend und wir starteten auf eine Morgenjoggingrunde zu diesem Monument



und danach noch zum Leuchtfeuer