2022 ... Auf zu neuen Ufern und.........?

Sonntag, 17. Juni 2018

Fotos Egersund bis Stavanger

Egersund unser Hafenplatz


Abfahrt aus Egersund am nächsten Morgen

Begrüssungsdame vor der Einfahrt in Richtung Hafen

Spiegelglatt



Bald verlassen wir den Sund und hoffen auf Wind

Kaum Wind, keine Segel oben, dafür Blogg schreiben


Leuchtturmpassage kurz vor der Einfahrt nach Stavanger


Eine Ölplattform steht auf der Backbordseite. Bevor diese an den richtigen Standort platziert wird, werden noch Tests durchgeführt.

Auf diesem Frachter wird ein Teil einer Ölplattform zusammengebaut

Mächtig sieht dieses Gebilde aus

 auch von hinten

Unsere Hafeneinfahrt in Stavanger bei super Wetter

Auf der linken Seite quer zu diesem grünen Schiff liegen wir

da ist Amelia

 Gamle Stavanger

173 Holzhäuschen sind in diesem Altstädtchen, sehr gepflegt mit vielen Blumen und Kopfsteinpflaster zu sehen

Hübsche Gärten mit vielen Rosen etc.



 Wir durften noch ein Rettungsboot besichtigen





viele Instrumente und interessante Dinge hörten wir

Konservenmuseum

Vor der Ölindustrie war Stavanger die führende Stadt für Fischkonserven. Wir durften eine spannende Führung in diesem Museum erleben

Wie die Fische für das Räuchen vorbereitet wurden

Diverse Maschinen wurden entwickelt, damit die Arbeitsvorgänge nicht mehr alle von Hand gemacht werden mussten

Das Räuchen der Fische war eine sehr heikle Angelegenheit. Nicht alle Öfen waren gleich heiss, das Wetter spielte auch eine Rolle und vieles weitere mehr. Der Beruf Fischräucher war ein gut bezahlter Job, denn nach ca. 2.5 Jahren konnte sich ein Fischräucher ein Haus kaufen.


Diverse Musteranordnungen der Fische in die Konservendose. Dies war eine Frauenarbeit von Hand.


Die Maschine zum Verschliessen der Dosen.

Etikette drauf und fertig

 Das Ölmuseum

Ein moderner Bau


Vom Dach des Ölmuseums sieht man auf den zweiten Gästehafen von Stavanger


Ölplattformen wie sie am Standort aussehen


Eine Fluchttreppe, welche wir natürlich auch ausprobiert haben

bald unten

von oben

2 Holländische Kriegsschiffe

Ein Frachter mit Helikopterlandeplatz

 

Samstag, 16. Juni 2018

WLan gefunden

Wir haben WLan

Der Abendspaziergang zum Gästehafenzentrum hat sich wahrhaftig gelohnt. Der WLan Code war auf einer Infotafel aufgeschrieben, wir laufen zurück zum Boot und testen dies sofort.
Es funktioniert wunderbar mit Bilder laden, aber jetzt ist auch für mich Feierabend mit dieser Arbeit.
Ich werde mich beeilen, dass noch mehr Bilder im Blogg erscheinen werden.

Noch etwas

Rauf und runter wie bei der heutigen Velotour geht es auch hier im Hafen, denn Amelia geht rauf und wieder runter. Zum ersten Mal spürt sie das so richtig. Wir bewegen uns mit der Tide geht es ca. 1.5 Meter hoch und wieder runter.

Jetzt grüssen wir euch mit einem tollen Abendrot, das gerade draussen zu sehen ist. Es ist immer noch hell und so werde ich gleich noch ein Foto schiessen.
En schöne Sunntig mitänand.

Auf los geht's los

Sonnenaufgang


Wir haben schön Wind und es läuft wunderbar

Wo bleibt der Wind jetzt?

Egersund wir kommen bald

Bei der Einfahrt nach Egersund

Ein Fischerboot der grösseren Art bei der Einfahrt zum Hafen

Am nächsten Morgen werden wir in diese Richtung losfahren

erster Hafenplatz, Egersund längsseits

Bummeln durch Egersund




Spaziergang zum Naherholungsgebiet oberhalb Egersund




Badeseen, Seeli, ob gross ob klein es hat viele hier oben


Jung und alt am Baden

Fitnesszenter Egersund


Das wird getestet und Peter bezeichnet diese als Fitness nach Wikingerart

 

Die ersten Bilder von der Vindö Marin

Raclette an Bord in der Vindö Marin

Raclette bei diesem Wetter kurz nach 21:00 Uhr

Mittwoch kurz nach 07:30 Uhr, Niklas installiert etc.

Erklärungen werden abgegeben


Peter liegt im Motorenraum auf der Batteriebox mit den neuen Lizium Batterien drin

Neue Geräte für die neuen Batterien wurden montiert

Erklärungen werden abgegeben wofür dies zwei schwarzen Kästlis sind



Nun geht es auf's Wasser um den neuen Autopiloten zu testen. Was wir nicht wissen, dass das AIS in der Zwischenzeit nicht mehr von der Amelia sendet.

Erklärungen betreffend den Batterieeinstellungen am Mastervolt Bedienteil Easy View 5

Rechts das neue Autopilot Bedienteil oben an Deck

Wo soll der neue Carbon Spybaum montiert werden?


Daniel und Henrik diskutieren und Peter schaut zu


Klaus montiert die Befestigungselemente für den Spybaum

Platzierung des Spybaumes

Mastkran zum montieren der Segelmaste

Leck an der Wasserzufuhr der Waschmaschine beheben

Weg mit dem defekten Schlauchteil

Unten die Waschmaschine, oben das enge Kästli in das ich mich reinzwängte um das Leck zu orten und Peter von oben her Licht zu geben

Eng und schmal das Kästli

Alles wieder montiert, jede Tür und jede Kästlitür wie wenn nichts gewesen wäre

Klaus mit seinem wunderschönen Holzboot. Sein Herz und seine Hingabe für dieses Boot ist da.

Törnstart um 04:00 Uhr, Vindö auf Wiedersehen.

 

Seglerleben

Ich habe doch nur ein Stück bekommen

Was ist denn nur mit Skipper Peter? Da schneide ich je ein Stück von meinem improvisierten Sturm-Cake ab und mache in dieser Zeit Kaffee und als ich mit dem Kaffee ankomme, ist der Teller vom Skipper bereits leer. Ich habe doch noch kein Stück bekommen heisst es und sofort schneidet er sich ein Stück von diesem „Null acht fünfzehn Cake“ ab. Kaum auf dem Teller ist das Stück auch wieder verschwunden und damit es nicht so auffällt, schneidet Peter mir ein zweites Stück ab, damit er sich ein drittes abschneiden kann. Bei dem bleibt es jedoch nicht, denn ein Viertes wird gleich noch verschlungen, obwohl er meinte, er habe nur ein Stück davon bekommen. Dieser Cake wird auf alle Fälle nicht alt werden, wenn er den morgigen Tag überhaupt überleben wird. Der Cake haue dem Fass den Boden heraus, meinte der Skipper. Zum guten Glück sitzen wir nicht in einem Fass, ansonsten hätten wir nasse Füsse bekommen. Wir sind also definitiv nicht am Verhungern und eine grosse Leistung an diesem Sturm-/Regentag haben wir nicht vollbracht. Einfach nur mega fein sei dieser und niemandem durfte ich ein Stück davon geben, nicht mal dem Holländer auf der Archimedes, der alleine mit seiner 36 Fuss Bavaria unterwegs ist.

Dieses holländische Boot lag zur selben Zeit in Stavanger wie wir, der Name kam mir bekannt vor, als wir in Kopervik anlegten. Weshalb mir der Name so bekannt vor kam, wurde mir erst bewusst, nachdem Peter mir erzählte wo der Holländer in den vergangenen Tagen gewesen ist. Als wir auf das Nichtfunktionieren des AIS in Stavanger informiert wurden, wollte ich diesen Bootseigner fragen, ob er schauen könne, ob er uns mit seinem AIS sehe. Das war nämlich das einzige Boot, welches das AIS System eingeschaltet oder überhaupt AIS an Bord hatte. Dieser Holländer lag im Päckchen mit einem norwegischen Boot, niemand auf beiden Booten war zu sehen, deshalb liess ich es bleiben, zuerst über das norwegische Boot zu steigen, um danach beim Holländer anzuklopfen. Das gehört sich nach meiner Ansicht nicht. Lustig wie man sich wieder trifft. 
 
Kopervik erwacht nach dem Sturm

Der Hahn kräht kurz vor 06:00 Uhr und siehe da, das Kopervik zeigt sich von der sonnigen Seite. Im Hafen liegen wir sehr ruhig, kaum ein Windchen ist zu sehen. Wir schlendern zur Dusche und machen uns danach bald fertig zum Ablegen. Als wir die letzte Leine lösten, kam der Holländer an Deck und wollte uns behilflich sein. Er wünschte uns eine gute Fahrt und meinte evt. sehe man sich unterwegs nochmals. Seine Reise geht via Bergen zu den Shetlandinseln, wo er Mitte Juli seinen Kollegen an Bord nehmen wird. Ganz Alleine ist dieser sicher bald 70 jährige Mann unterwegs, Hut ab.


Wir kommen gut vorwärts und sind bald mal kurz vor Haugesund. Bei der Brückenpassage haben wir ziemlich viel Strömung mit uns 2.6-3.1 Knoten die wir getrieben werden. Nach der Brücke war die Strömungsverwirblung zu sehen und auch spürbar. Da wir nicht auf der Flucht sind, verliessen wir das Fahrwasser kurz und nahmen den Wasserweg durch Haugesund. So konnten wir sehen, wo man dort anlegen könnte. Die Passage war kurz und bald waren wir wieder auf unserer geplanten Route. Es dauerte nicht mehr lange, bis wir den geschützten Sund verliessen und aufs Meer hinaus kamen. Die Wellen kamen recht gross uns entgegen. Es war nicht so ein lustiger Kurs, rauf und runter. Die Segel setzten wir, als es etwas ruhiger wurde. Die Kursänderung danach, war zum Segeln auch kein Paradestück, denn wellte es einfach auf die andere Seite und die Genua stand nicht schön im Wind. Die Genua rollten wir ein, der Motor wurde wieder gestartet und so fuhren wir bis wir zum Bomlafjorden eindrehen konnten. Die Landabdeckung auf der rechten Seite half bald, dass das lästige Gewell aufhörte und wir die Genua wieder setzen konnten. Auch hier hilft uns eine Strömung, dass wir schneller vorankommen. Der Wind kommt von der angenehmen Seite, die Sonne scheint immer noch und Blogg schreiben geht auch. Wir haben bald 41 Seemeilen hinter uns und die Uhr zeigt 14:29. Das Tagesziel ist noch nicht genau definiert, Jondal am Hardangerfjord könnte er heissen. Dies liegt ca. 28 Seemeilen vor uns.

Wir sind heute aber wirklich viel gesegelt und Peter wollte kaum hören damit. Bis wirklich sehr kurz vor dem Hafen waren die Segel oben. Da habe ich meine Anlegevorbereitungen (Leinen und Fender) während dem Segeln gemacht damit der Skipper dann nicht auf mich warten muss. Tja und dann als wir anlegen wollten…. kam der Regen zurück. Bis ca. 2.5 Std. vor der Hafeneinfahrt war es trocken, dann kam mal Regen, den wir an der Wärme aussassen und dann wieder Sonnenschein. Dies wechselte sich dann immer wieder und es sah so aus, dass es trocken bleibt bis wir im Hafen sind. Dem war leider nicht so. Kurz vor 20 Uhr waren wir in Jondal fest. Kleiderwechsel und für mich rief die Küche, heute gab es zum ersten Mal Pasta (Spaghetti) und Salat. Zum Dessert norwegische Erdbeeren mit Schlagrahm. Bis jetzt hat der Skipper noch keinen Cake verlangt, aber er träumt noch davon, denn diesen wollte er nicht zu den Erdbeeren.

Es war ein langer Segeltag mit vielen Segelmeilen. 66 Seemeilen waren auf dem Tageslogstand, wenn man jedoch denkt, dass wir sicher 10 Std. (oder mehr) mit mehr als 1 Knoten Strömung von hinten unterwegs waren, dann gibt das noch einige Seemeilen mehr dazu.
 

Landtag zum ersten Mal Crossbikes und keine Klappis
Die Wetterprognosen, welche wir gestern Abend angeschaut haben prophezeien nicht viel Sonnenschein. Heute Samstag soll es noch sonnig werden und danach Regen, Bewölkung und das für die kommenden 5 Tage. L So haben wir beschlossen, dass wir eine Radtour von ca. 90 km absolvieren werden. Die Strecke soll schön sein, entlang vieler Obstgärten und zweimal hilft uns die Fähre, damit wir auf die andere Seite kommen. Wie wir das Radfahren auf Norwegens Strassen erfahren werden? Da wir keine Klappis mehr an Bord haben, sondern unsere Crossbikes, welche wir haargenau in der Sauna unterbrachten, muss Peter nun diese zuerst zusammenmechen. Beide Räder befestigen, Sattel verstellen und Schutzbleche anbringen und natürlich pumpen etc.. Die Crossbikes stehen bereit, aber wir verholen Amelia zuerst noch ca. 20 m nach hinten, denn der Norweger mit der 46 Fuss Hallbergrassy fuhr weg. Unsere Tour startend hier in Jondal geht zuerst bis nach Utne, dort mit der Fähre rüber nach Kvanndal und von dort bis nach Torvikbygd, danach Fährenüberfahrt nach Jondal wo wir gleich hinter dem Fähranleger liegen. Die erste Strecke bis nach Utne war landschaftlich sehr schön. Es ging rauf und runter, ähnlich kleinen Passstrassen, dann durch Obstplantagen welche sehr viele Früchte angesetzt haben. Mostindien in Norwegen und dies direkt am Fjord. Was ich persönlich jedoch noch nie so gesehen habe sind sooooo viiiiiiieeeele Kirschenplantagen. Am Wegesrand verkauften die Bauern in kleinen Verkaufsständen die ersten reifen Kirschen. Wir erreichten nach anspruchsvollen 36 km  Utne, wo die Fähre gleich da war, auf die Fähre und wenige Minuten waren wir schon  unterwegs auf die andere Seite. Das Wetter war etwas bedeckt, aber dies änderte sich bald wieder. Rauf und runter ging es auch auf der anderen Seite. In Northeimsund besuchten wir noch die Holzbootausstellung, es gab einen Kaffee und ein Stück Kuchen, Fahrplan studieren und dann in Windeseile die restlichen ca. 13 km bis zur Fährstation fahren. Nochmals rauf und runter, nur dieses Mal lief die Zeit mit uns, denn wollten wir nicht 1 Stunde hier auf die nächste Fähre warten. Wir waren am Fährhafen, als die Fähre kurz vor dem Anlegen war. Eine wunderschöne Tour und die Crossbikes waren sehr super hier auf Norwegens Strassen. Wenn das Wetter Morgen mitmacht, wollen wir die Räder nochmals bewegen und dies zum Gletscher hoch. Angeschrieben sind 19 km und dies sicher anspruchsvolle Kurven und eher einer Passfahrt ähnlich. Den Gletscher haben wir heute bereits gesehen, wie er im Sonnenlicht erstrahlte. Mal sehen wie es Morgen aussieht.
 
Freies WLan
Da haben wir freies WLan und schon dachte ich, jetzt kann ich endlich Fotos in den Blogg stellen. Leider klappte dies nicht, den die Seite lässt keine Bloggseiten zu. Also ich komme nicht mal auf die Bloggseite, schade ich habe mich schon so sehr darüber gefreut. Was noch dazu kommt, jetzt wo wir 20 m hinter dem Standort von gestern liegen, klappt die Verbindung vom Boot aus auch nicht. Auf der Suche nach WLan läuft man dann herum.
 

Windglück, WetterGestern hatten wir super Glück mit dem Wind. Wir konnten bis vor den Hafen segeln. Heute wäre dies nicht gegangen, denn hatte es kaum Wind im Fjord. Das Wasser wirkt wie ein Spiegel. Wann wir Jondal verlassen werden wissen wir noch nicht genau. Das Wetter sagt eher nass bis Freitag. Für die geplanten Gletscherwanderungen ist dies ungünstig, aber den Weg bis nach Odda, dem einen Arm des Hardangerfjord, wollen wir doch noch unternehmen.

Das sind so die News von hier aus Jondal.


Donnerstag, 14. Juni 2018

Wetter- und Ortwechsel


Amelia wird gewaschen


Unsere amerikanischen Freunde haben wir am zweiten Abend zu uns auf ein Glas Wein eingeladen. Die Planung wohin es am nächsten Tag gehen soll, haben wir noch nicht fertig abgeschlossen. James sagte uns, dass sie nach Tau fahren werden, um dort die zwei stürmischen Tage auszusitzen, mit dem Ziel den Preikestolen zu besuchen. Peter’s Wetterbericht, den er am Tag zuvor heruntergeladen hatte, war nicht so arg schlimm, wie James dies uns erklärte. Nach dem Besuch planten wir unsere Tour, die ca. 60 Seemeilen lang werden soll und in Kopervik enden wird.

Die Leinen warfen wir um 07:00 Uhr in Lysebotn los. Es hatte wenig Wind und so motorten wir die 20 Seemeilen bis zuvorderst des Lysefjords. Wir hofften so sehr, dass wir den Kjeragbolten vom Wasser aus noch sehen und fotografieren können. Dies war erneut nicht der Fall, denn die Nebelschwaden zogen immer wieder mal dichter, mal weniger dicht um diese Bergspitzen herum. Als wir aus dem Fjord kamen, wehte der Wind uns direkt auf die Nase. Zum Segeln geht das nur mit Kreuzen, Kreuzen und nochmals kreuzen und von vorwärts kommen ist da nicht viel zu sehen. Eine einfache Zeitrechnung wie lange wir für die  geplante Strecke von 60 Seemeilen haben (ohne kreuzen) lautet: Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 Knoten Fahrt in der Stunde à ergibt 10 Stunden bis nach Kopervik à dies wiederum heisst 17:00 Uhr ungefähre Ankunft. Der Motor lief nochmals 20 Seemeilen und es spritzte ab und zu ziemlich von Vorne über die ganze Amelia. Ein Salzwasserbad oder Peeling für Amelia. Unsere Route änderten wir etwas damit wir noch die Segel setzen konnten. Es ging hart am Wind, bei ziemlich welliger See voll schräg durch das Wasser. Die Sonne schien und wir waren zügig unterwegs. Amelia mit den über 20 Tonnen gab alles, was manchmal so 6.6-7 Knoten Fahrtgeschwindigkeit ergab. Um nach Kopervik zu gelangen mussten wir dann doch noch etwas kreuzen. Mir war bewusst, dass wir seit unserem Törnstart noch nicht viel die Segel oben hatten. Das hart am Wind segeln war dann gleich wieder mal eine Magenprüfprobe. Die Schweizer-Cervelat meldete sich dann ganz leicht, dass sie noch nicht verdaut sei. Die Wendemanöver klappten mit unserem Autopiloten auch gut, aber musste ich mich zuerst wieder an dies gewöhnen. Meine Aufgabe, die Schot im rechten Moment zu werfen ging gut und ich war froh, dass ich nicht das Dichtnehmen der anderen Schot als Aufgabe hatte, dafür wäre mein Magen zu unstabil gewesen. Die letzten 4 Seemeilen drückte Peter an der Höhe und so konnten wir bis kurz vor die Hafeneinfahrt in einem Zug segeln. Pünktlich um 17:00 Uhr begannen wir mit dem Anlegemanöver am Schwimmsteg. Der Holländer von der Archimedes half uns dabei und fragte gleich ob wir auch den bevorstehenden Sturm hier ausharren wollen. Erneut jemand, der von Sturm spricht und Skipper Peter möchte doch gleich am frühen Morgen weitersegeln??!

Amelia wurde sichtlich mit Salzwasser gewaschen, alles was man berührte war klebrigsalzig. Die Fenster wollte Peter noch mit Frischwasser abspritzen, als wir unseren Süsswassertank noch füllten, denn diese waren mit Salzflecken bestückt. Da das Wetter eh auf nass wechseln wird, liessen wir diese Arbeit bleiben. Was ist nun mit diesem Wetterbericht los, kommt der Sturm nun auch bei unserem Wetterbericht oder erneut nicht? Der neue Wetterbericht, den wir am Abend anschauten war definitiv auf ein NICHT-AUSLAUFEN bestimmt. Wind 8-10 Bft und Böen zwischen 8-11 und dies über den ganzen Tag inkl. Regen. Anstatt die Fenster zu putzen brachten wir alle Fender aus und befestigten Amelia noch besser am Steg.

Amelia wird mit Regenwasser gewaschen, als wir erwachten. Der Regen prasselt auf das Deck, der Wind ist noch nicht so heftig, aber dies ändert sich im Laufe der Zeit. Vor der Hafeneinfahrt sieht man ein sehr wellenwerfendes Gewässer, wenn man überhaupt bis dorthin sieht. Die Bäume welche wir in der Nähe sehen, schüttelt es hin und her. Amelia schaukelt zwar hin und her, aber dies in angenehmer Weise. Es regnet, pfeift mal mehr mal weniger, es ist trüb, ein Stubenhockertag inkl. einer Cakebackeinlage. Peter montiert noch eine neue Steckdose, Musik läuft, die Heizung heizt, im Thermoskrug ist heisser Tee und Blogg schreiben geht da wunderbar. Irgendwann werden wir noch einkaufen gehen und uns mal nach Internet umschauen, im Hafen gibt es leider kein Wifi. Unsere Internetlösung mit unserem Hotspot klappt sosolala, oft ist dies zu schwach, um eine angenehme Verbindung herstellen zu können.

Sturmnasstrübe Grüsse aus Kopervik von der Ameliastube.
 

Morgen wollen wir weiter nordwärts segeln, ob sich das Sturmtief bis dann angenehmer anfühlt als heute wird uns der neuste Wetterbericht sicher mitteilen. Auf alle Fälle ist in den nächsten Tagen Regen angesagt. Nächste Fjordansteuerung ist der Hardangerfjord, mal sehen wie weit wir Morgen kommen.